15.05.2025 - 1 Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Gremium:
- Gemeindevertretung Kletzin
- Datum:
- Do., 15.05.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Der Vorsitz eröffnet die Sitzung und stellt die ordnungs- und fristgemäße Ladung fest. Das Gremium ist beschlussfähig. Anträge auf Änderung der Tagesordnung liegen nicht vor.
Die Gäste der KiTa Landmäuse sind da und wollen etwas berichten, diesen Punkt möchte ich gerne vorziehen. Einstimmig angenommen.
Anwesend sind Vertreterinnen des KiTa-Trägers vom IB sowie die Leiterin der KiTa Pensin, Frau Trunk.
Frau Baumann, IB, trägt vor:
35 Plätze haben wir hier, jetzt merken wir den demographischen Wandel. Dieser Ort ist leider keine Ausnahme, es wurde im letzten Jahr nur ein Kind geboren. Der Kostendruck auf Land und Kommune nimmt zu, auf allen Ebenen. Die KiTas müssen möglichst ausgelastet sein, der Betreiber muss wirtschaftlich arbeiten. Entgeltverhandlungen sind schwierig und wirken sich auf die Einrichtungen aus. Regelmäßig werden Bedarfserhebungen durchgeführt, die in MSE liegt seit Ende 2024 vor. Im ADL gibt es 7 KiTas mit insgesamt 68 Krippenplätzen und 198 für den Kindergarten. Es muss überlegt werden ob die Kapazität aufrechterhalten werden soll. Hortkinder sind genug da, in den Bereichen Kindergarten und Krippe ist es nicht so. Berücksichtigt werden muss dabei das Vorhalten z.B. im Mittelzentrum Demmin. Viele Berufstätige bringen Kinder zur Schule und dann eben auch das KiTakind nach Demmin oder Loitz. Die Auslastungsquote beträgt durchschnittlich 75%, das ist momentan soweit in Ordnung. Die KiTa läuft insoweit kostenneutral. Werden ein paar Kinder abgemeldet, dreht sich das sehr schnell. Was können wir als Träger und sie als Gemeinde tun. Mittelfristig wird die KiTa nicht mehr Teil der Gemeinde sein, wenn weniger Kinder da sind. Wie lange das noch gut geht, ist noch nicht bekannt. Daher bin ich schon mal hier, um Ihnen das Thema nahe zu bringen. Ihre KiTa ist durchaus attraktiv, das Gebäude ist toll, die Betreuung ist individuell. Wir müssen weitere Eltern motivieren ihre Kinder in Pensin anzumelden. Eltern und Kinder müssen sich wohlfühlen, die KiTa muss bekannter werden. Wir wollen also mehr Werbung machen, nicht durch ein Schild, sondern in der digitalen Welt. Realistisch müssten wir jährlich fünf Kinder mehr aufnehmen. Das würden wir auch ausprobieren, das ist unsere Aufgabe. Es ist dennoch nicht sichergestellt, wie die Welt in zwei drei Jahren aussieht.
Vorsitz: Vielen Dank für die Informationen, wir wollen auch dass die KiTa attraktiv ist und angenommen wird. Vielleicht könnten wir Essengeld anteilig zahlen.
Herr Westphal: Vielleicht müssten die Öffnungszeiten angepasst werden, damit mehr berufstätige Eltern ihre Kinder anmelden.
Herr Anton: Vielleicht könnte man an den Pendlerstrecken doch Werbeschilder aufstellen.
Herr Wiese: Wir haben großes Interesse, dass die KiTa bestehen bleibt. Daher unterstützen wir natürlich jede Maßnahme welche helfen kann, auch natürlich Werbung.
Herr Wille: Das Thema ist emotional, wir alle hängen an der Einrichtung, haben viel Geld investiert. Vielen Dank für Ihren Besuch, wir sind völlig offen dafür alles zu tun, die KiTa zu erhalten. Ich denke auch dass sich etwas im KiTa-Bereich ändern wird, unabhängig davon gibt es weiterhin Bedarf. Wenn es um Investitionen geht oder andere können wir sprechen und auch unterstützen. Ich wünsche mir, dass wir bald 80 Jahre KiTa feiern können. Wie bleiben wir denn künftig in Verbindung um den Informationsaustausch aktuell zu haben?
Herr Klietz: Es muss attraktiver werden, wenn mehr Kinder kommen durch günstigere Essenkosten kann man das überlegen. Alle KiTas werden nicht überleben, unsere soll es aber schaffen. Man sollte auch die Eltern beteiligen, damit es sich herumspricht.
Herr Gust: Geänderte Betreuungszeiten fände ich sicher gut, das sollte man probieren.
IB: Die Öffnungszeiten prüfen wir, die Arbeitszeiten sind heute ganz andere als früher. Weitere Ideen können uns auch später noch einfallen. Marketing muss dennoch stattfinden, z.B. auf Kindergeburtsstationen. Wir sollten speziell für eine Land-Kita das Angebot und das Profil schärfen. Die Beratung mit den heutigen Eltern was künftig noch erwartet wird. Da könnten weitere Treffen für den Austausch stattfinden.
Ein Alleinstellungsmerkmal kann durch uns pädagogisch erfolgen aber auch durch Unterstützung der Gemeinde. Auch z.B. durch Reduzierung des Essengeldes um 25%.
Herr Anton: Wir sollten am Ball bleiben.
KiTa-Träger: Ich würde mich melden, wenn das Marketingkonzept entworfen ist. Dann treffen wir uns und beraten weiter.
Vorsitz: Vielen Dank und guten Heimweg.
